Sonntag, 14. November 2010

Der letzte Exorzismus

Cotton Marcus war schon als Kind ein Prediger, wie es sein Vater wollte. Doch nun glaubt er nicht mehr an Gott und macht eigentlich das alles nur noch wegen dem Geld. Der Exorzismus ist das womit er das meiste Geld macht. Ein Filmteam soll ihm bei seinem letzten begleiten er will zeigen wie er das alles inszeniert.  Doch als er fest stellt das ein 16 Jähriges Mädchen angeblich besessen ist, fängt er an zu Zweifeln. Wollte er doch alles nur machen damit keine Kinder mehr sterben müssen.  Doch schon bald muss er feststellen das er jetzt doch wieder seinen Glauben bräuchte.

"Glaub an Ihn" oder auch "If you believe in god, then you believe in the devil"so wird der Film beworben und natürlich mit ein Paar reißerischen Trailer. Doch um was es eigentlich wirklich geht, wird nicht gezeigt. Das ist auch Gut so. Denn der Film lebt von dem Spannungsaufbau. Der bis zum Schluß weiter getrieben wird. Dabei wirft der Film die Frage auf, gibt es einen Gott und einen Teufel oder lässt sich alles durch die Wissenschaft erklären? Ein Pfarrer der seinen Glauben verloren hat, ist natürlich nichts neues im Film. Doch was am Ende auch für den Zuschauer steht ist etwas komplett anderes, etwas was natürlich hier nicht verraten wird.
Wir als Zuschauer, sehen in dieser Pseudodoku, wie alles ablaufen soll und wie es sich ändert. Das Daniel Stamm ein Fan von Lars von Trier ist, merkt man dem Film an, natürlich an der Optik. Lars von Trier hat "Geister" auch nur mit Handkamera gedreht um es Realistischer zu erzeugen. Doch auch wirkt der Film am Anfang noch locker und mit viel Humor.  Doch das ändert sich schlagartig und der Film wird ernst. Was man dem Film nicht anmerkt das er gerade mal in 7 Tagen gedreht wurden ist.
Natürlich hat der Film auf den Plakten und in der Werbung "Eli Roth" präsentiert stehen. Doch so hilft er dem Film wie Tarantino einst Eli Roth geholfen hat.  Der Film wird natürlich von Eli Roth mit produziert und hat Regisseur Daniel Stamm immer geholfen.

"Der letzte Exorzismus" ist ein ungewöhnlicher Film da er eigentlich auf Spannung setzt und nicht auf Splatter und Gewalt. Doch das tut dem Film gut und er befördert die Thematik des Exorzismus ins 21. Jahrhundert. Unbedingt Anschauen.