Sonntag, 14. November 2010

Tödliches Kommando - The Hurt Locker

Manchmal fragt man sich als Schreiberling und Filmfan, warum manche Filme den Oscar bekommen haben, die an den Kinokassen kaum beachtung gefunden haben und auch sonst kaum erwähnt wurden. Meist sieht man es dann wenn man sich den Film anschaut, doch ab und an bleibt einen Danach die frage immer noch offen, Warum? „The Hurt Locker“ ist so ein Film. Nachdem man Ihn gesehen hat fragt man sich doch, was hat der Film was „Avatar“, „District 9“, „Oben“, „Up in the Air“ und co. Nicht haben. Kommen wir aber erstmal kurz zur Handlung.

Es geht um ein Bombenentschärfungsteam im Irak, was sich dem Täglichen Kampf ums überleben auf den Straßen und der Wüste im Irak stellt. So sehen wir den Alltag des Teams, aus einer gewollt Realistischen Betrachtungsweise.
Doch hier schon versagt der Film nach gut 20 Minuten mit dem Hauptperson die nun die Bomben entschräft, sein Vorgänger wurde bei einer Entschärfung getötet als die Bombe hoch ging. Dieser neue ist eine Art Moderne John Wayne Figur, ein ganz Harter Kerl, dem alles Scheiß Egal ist und jede Bombe entschärft und keine Angst hat. Diese Figur wünscht man das die Bombe hoch geht. Wirklich ins Herz schließen kann man den Typen nicht auch wirkt ab dem Zeitpunkt, der ganze Realismus, eigentlich wie eine Parodie, es scheinen neuer Dings immer nur ein Team unterwegs zu sein im Irak, meist auch nur ein Fahrzeug. Das wirkt merkwürdig und nicht wirklich Real. Denn ehrlich wenn die Soldaten wirklich so Handeln im Irak ist es kein Wunder das sie den Krieg nie gewinnen. Auch wenn der Film versucht Neutral zu bleiben, sind die Bombenleger irgendwelchen Unbekannten Personen im Hintergrund die dastehen und auch schonmal die Aktionfilmen, während, das Team die Bombe seelenruhig entschärft und zum Beispiel ein Auto in aller ruhe durchsuchen kann um den Zünder zu Finden. Ehrlich wenn alle so sind wenn der Feind an deiner Bombe ist, ist das Handeln der Bösen nicht nachvollziehbar. Im Grunde ist das Handeln der Figuren, nie Logisch oder Verständlich. Selbst wenn man eine Menge Bomben Findet, zieht man erstmal schön an allen Kabeln. Klar der Typ ist ein harter Kerl und weiss das er Sterben könnte aber er Handelt immer Leichtsinnig.
Im Großen und ganzen, bleibt nach dem Film nichts im Gedächtnis, als unglaubhafte Szenen, Die US Soldaten werden entweder mal eben getötet oder sind alle Samt John Wayne Typen, die ab und an mal Zählen wieviele Tage sie noch dableiben müssen. Also wird das Neutrale durch ganz unterschwelligen Patriotismus gestärkt, denn es gibt wie gesagt nicht mal irgend einen Einblick auf die Gegenspieler. Also wenn man Neutral bleiben will und uns das Vorspielt, müsste man im Grunde uns auch die US Soldaten als Namenlose Typen ohne Geschichte zeigen.

Im Grunde ist „The Hurt Locker“ ein Netter Kleiner Film über Bomberentschärfer im Irakkrieg, Spannend Inszeniert aber weit Weg von einem Meisterwerk. Nach dem Film ist man vielleicht etwas schlauer über die Verschiedenen Formen von Bombenattentate und wie Einfach sie doch zum größten Teil zu Entschärfen sind, natürlich funktioniert das nicht immer und Unschuldige sterben, Soldaten Sterben. Doch all das lässt einen Kalt, weil man kaum Bezug zu den Personen aufbauen kann oder sie einfach zu Gesichtslos sind..
Natürlich ist der Job Hart und Lebensgefährlich und auch das sowas wirklich passiert ist Klar, aber der Film ist nicht geschaffen um zu Schocken, es ist einfach nur ein Actionthriller im Irak. Mehr nicht.