Sonntag, 14. November 2010

Inglourious Basterds

Das Erste, Tarantinos Version hat rein gar nichts mit dem Original zu tun und der Film will es auch gar nicht.

Der Film ist Unterteilt in 5 Kapitel wie schon Kill Bill Vol. 1 Nur dieses mal sind die Kapitel linear in der Zeitfolge, Natürlich gibt es in den Kapiteln Rückblenden für bestimmte Ereignisse.
Nun im 1. Kapitel wird uns Hans Landa vorgestellt der Bösewicht des Films (natürlich im Film der Hauptbösewicht, Hitler und Co. sind nur Nebenfiguren.). Landa wird von Christoph Waltz gespielt und das Wirklich Hervorragend, Er spielt Landa so Zynisch und Böse das es wirklich spaß macht ihn zu beobachten. Das 1. Kapitel ist Quasi die Vorgeschichte. Im 2. Kapitel werden die Inglourious Basterds vorgestellt. Natürlich Hauptaugenmerk auf Brad Pitt aber auch die Rolle von Eli Roth sei nicht zu verachten, denn als Donny Donowitz den "Bärenjuden" (So wird er von den Deutschen und den Basterds auch genannt) hat er nicht nur eine der fiesesten Szenen im Film, nein auch die Coolste, welches aber im Finale erst zustande kommt und das wird nicht verraten.
Im 3. Kapitel lernen wir den Schauplatz des Finales kennen und auch eine Weitere Person (Diese ist aus dem 1. Kapitel ganz kurz zu sehen) und diese Person hat wohl den Wichtigsten Part im Film. Shosanna Dreyfus, doch in Paris heißt sie Emanuelle. Nun sie trifft auf Frederick Zollner, ein Deutschen Kriegsheld. Das Bringt uns zu Kapitel 4. Dort geht es um Operation Kino und den Plan dahinter. In diesem Kapitel hat „Zack“ (Sat. 1 Comedian) einen Kurzauftritt und es gibt ein Cooles Gespräch über Filme und Mexican Stand Off. Natürlich endet alles mit Kapitel 5 und es ist wirklich ein Überraschendes Ende.

Tarantino Liefert mit dem Film sein Persönliches Meisterwerk bis jetzt ab. Der Film hat alles was man an einen Tarantino Film liebt und er Huldigt Großartig zum Teil Subtil dem Kino. Es ist ein Mix aus Kriegsfilm aus den 70gern und auch etwas Western, so Dominiert in den 1. Kapiteln ein Westernlastiger Soundtrack den Film, natürlich von Ennio Morricone. Doch im Finale gibt es eine Montage zu einem David Bowie Song was vielleicht etwas deplatziert wirken könnte.
Natürlich gibt es in den Film viele Deutsche Schauspieler und alle wirken hier Perfekt für ihre Rolle, egal was man sonst von ihnen halten mag es passt einfach Perfekt. Der Film ist schon fast eine Parodie auf das 3. Reich und die Basterds zeigen keine Gnade für Nazis, Gefangene werden nicht gemacht nur einer wird am leben gelassen und von ihren taten zu erzählen und diesem wird ein Hakenkreuz auf die Stirn geritzt damit er für immer als Nazi zu erkennen ist. Til Schweigers Rolle ist zwar nicht Groß aber dadurch das er kaum etwas sagt macht er seine Sache wirklich gut.
Doch die Femme Fatal des Film ist Mélanie Laurent sie spielt die Shosanna den Racheengel und der hat es in sich, gegen Sie wirkt die Rolle von Diana Krüger sehr Flach.
Der Film ist wirklich das Highlight des Kinojahres und kann kaum noch getopt werden.
Doch man sollte bedenken es ist ein Tarantino Film, wer seine Vorherigen Filme nicht mochte wird sich auch hier schwer tun und natürlich sollte man bedenken es ist kein Antikriegsfilm, eigentlich gibt es auch nicht viel vom Krieg zusehen außer Soldaten, keine Massenschlachten keine große Kriegsaction. Würde auch nicht in den Filmpassen. Trotzdem sind die Deutschen keine Dummen Typen die einfach nur Kanonenfutter für die Guten sind. Sie sind Menschen mit Gesichtern und haben sogar ein eigenes Leben was man Schön im 4. Kapitel mit bekommt.
Als kleine Gastrolle ist Bela B. als Platzanweiser im Kino zu sehen im 5. Kapitel.
Alles was nicht Englisch oder Deutsch gesprochen wurde, wurde nicht mit Synchronisiert und wurde Untertitel was dem Film sehr zu Gute kommt. Der Film baut am Anfang natürlich Spannung auf so war es im Kino beim 1. Kapitel ganz Still im Kino. Es war einfach ein Höhepunkt was passieren würde. Für manche kann das langweilig wirken aber es passt perfekt zum Film. Es gibt auch schon im 1. Kapitel Denkwürdige Dialoge und Zitate wie man sie von Tarantino gewohnt ist das zieht sich durch den ganzen Film.

Inglourious Basterds ist ein Huldigung an das Alte Kino und den Film an sich, eine Homage an den Kriegsfilm der 70ger und all seinen Bereichen. Wer Tarantino und Kino liebt wird seine Pure Freude an dem Film haben alle anderen sollten sich vielleicht etwas anderes anschauen.