Sonntag, 14. November 2010

Vergeltung der Verdammten

Blake ist auf der Flucht. Zum einen will sich eine gewisse Mary Black rächen, deren Tochter von ihm ein Kind erwartet, und dann ist da noch Clementine, die es ebenfalls auf ihn abgesehen hat. In der Stadt Amnesty trifft Blake auf Lockhardt, der in gewisser Weise ebenfalls in die Geschichte verstrickt ist. Vor 15 Jahren schloss dieser einen Pakt mit dem Teufel, nun scheint sein Tag der Vergeltung nahe. Wen wird es treffen?

Regisseur Albert Pyun hatte in den Neunzigern viele Actionfilme gedreht, welche nie wirklich gut waren. Nun meldet er sich mit „Vergeltung der Verdammten“ zurück, ein Western mit vielen Horrorelemten. Anfangs wirkt alles stimmig, doch schon nach 30 Minuten ist die ganze Geschichte erzählt und wird ab diesem Zeitpunkt unnötig in die Länge gezogen. Der Film erinnert stark an eine Low-Budget-Produktion, sei es die Effekte oder die Kamerafahren, daher scheint es unverständlich, wie man diesen Streifen mit „SAW trifft Spaghetti-Western“ bezeichnen kann. "SAW" gibt es hier nicht. Zwar wird gemordet, doch fehlen Fallen und die große Folterung. Spaghetti-Western sucht man ebenfalls vergebens.
Es gibt zwar Schießereien, doch diese sind nicht wirklich gut.
Im Grunde ist es ein typischer Albert-Pyun-Film, mit ein paar kreativen Einlagen: Zum einen sehen die Schauspieler aus, als ob sie im 19. Jahrhundert leben würden; sie haben schlechte Zähne, und auch sonst lässt die Hygiene sehr zu wünschen übrig. Zum anderen ist der Film in der gegenwärtigen Zeit etwas Untypisches auf dem Filmmarkt.
Leider scheitern diese Punkte wiederum am mangelnden Können des Regisseurs. Dem Film fehlt der Humor, um trashwürdig zu wirken.

"Die Vergeltung der Verdammten" ist nur für Hardcore-Fans von Albert-Pyun-Filmen zu empfehlen. Für alle anderen heißt es: Lieber erst einmal ausleihen und antesten.