Sonntag, 14. November 2010

A Hole in my Heart

Rickard ist arbeitslos und dick. Er dreht zusammen mit Geko Pornos. Tess, die weibliche Darstellerin in den Pornos, ist 21 Jahre alt und will bereits seit ihren 12. Lebensjahr Pornos drehen. Eric, der Sohn von Rickard, ist den ganzen Tag in seinem Zimmer und hört Noise.

Die Wohnung wird fast nie verlassen. Markennamen werden ausgeblendet. Man verliert in dem Film irgendwann den Bezug zur Außenwelt, ebenso wie die Darsteller. Alles wirkt so leer und trostlos.
Tess entflieht bei einem Dreh in die Außenwelt. Doch schnell wird ihr klar, dass diese noch trostloser ist als die Wohnung. Eine große Leere ist in allen Personen zu finden.
Der Film hat keinen linearen Ablauf. Es wird alles in schnellen Schnitten zusammengemischt. Der Ton wirkt stumpf. Teilweise ist einige Sekunden nur Stille zu hören. Auch der Soundtrack ist ein Mix aus Noise und Pop. So laufen ab und an die A-Teens, wenn Rickard, Geko und Tess Spaß haben und relaxen.
Anders als bei Larry Clark oder Noé wird hier nicht auf gewollte Provokation gesetzt. Es wird der Alltag gezeigt. Man hat den Eindruck, bei ein paar Talkshowgästen zu Hause oder bei Big Brother zu Besuch zu sein, – eine emotionale Leere überall.

Dies ist kein einfacher Film.