Sonntag, 14. November 2010

Bangkok Dangerous

Joe will seine Karriere als Aufragskiller beenden. Für seine letzten vier Morde reist er nach Bangkok, doch alles, was schief laufen kann, geht schief, und so muss der Mörder nun um sein eigenes Überleben kämpfen.

Die Pang-Brüder drehen ein Remake für Hollywood, und das auch noch von ihrem eigenen Film. Das bedeutet: dieselbe Story mit anderen Schauspielern. Der Film entpuppt sich schnell als ein Wechselbad: Mal ist er einfach nur perfekt, alles stimmt und die Spannung wird durch gute Schnitte und Ton erzeugt. Doch dann flacht er schnell wieder ab, und das jedesmal, wenn Joe einen seiner Aufträge erfüllt. In diesen Situationen zeigt sich zwar das Potenzial der beiden Pang-Brüder, doch die Kürze der Szenen lässt dies untergehen.
Die Vorbilder des Streifens sind leicht zu erkennen: Ein leichter Hauch von "Leon – der Profi" lässt sich nicht leugnen, und viele andere Filme aus dem Bereich des Auftragskiller-Thrillers kommen immer wieder hervor. Dadurch entsteht das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben. Man könnte nun davon ausgehen, dass alles beabsichtigt ist, dass das Wechselbad zwischen ruhig und schnell eine Art Ying-Yang-Prinzip darstellen soll, doch dafür ist es einfach zu durchschnittlich.
Die Hauptrolle ist mit Nicolas Cage gut besetzt, doch kann er seine Fähigkeiten leider nicht voll entfalten, so wie es Jean Reno in "Leon – der Profi" vermochte. Der Rest der Schauspieler-Crew sind mehr oder minder wenig bekannte Darsteller aus Asien.

Die Pang-Brüder liefern hier ihren eigenen Film als durchschnittliches Remake ab. Zwar hat der Streifen seine Momente, die wirklich überzeugen können, doch im Großen und Ganzen gibt es im Bereich Auftragskiller-Thriller bessere Filme. Fazit: lieber erst antesten, bevor man einen Kauf denkt.