Sonntag, 14. November 2010

Equilibrium

In der Zukunft nach dem 3. Weltkrieg. Alle Menschen sind unter einer Droge namens "Prozium", diese unterdrückt alle Gefühle, weil man herrausgefunden hat, dass Gefühle für Kriege zuständig sind. John Preston ist ein Kleriker dieser soll die letzten Reste von Kunst und alles was Spass macht vernichten. Auch die Rebellen jagt er, doch dann passiert etwas und er setzt das "Prozium" ab und fühlt zum ersten Mal. Ein Kampf beginnt gegen das, wofür er einst gearbeitet hat.

Die Welt in der Equilibrium spielt, ist schon fast mit dem 3. Reich zu vergleichen. Faschismus regiert die Welt. Alle Menschen denken gleich, handeln gleich. Individualität wurde abgeschafft. Was davon übrig bleibt, wird brutal vernichtet.
Brutal geht es in diesem Film zu. Ein harte raue Welt wird gezeigt. Es ist unglaublich, wie diese Zukunft aussieht und wie gehandelt wird. Menschen töten Menschen, weil sie anders sind. Das was sie abschaffen wollten, machen sie immer noch. Nur unter dem Deckmantel, dass diese Leute den Frieden, der erschaffen wurde, bedrohen. Die Menschen sind nur noch Hüllen, die das machen, was ihnen gesagt wird. Keine Emotionen einfach nur noch Handeln nach Befehlen. Ist das eine Zukunft, wie wir sie haben wollen?
Das ist wohl die philosophische Frage hinter dem Film. Was passiert mit dem Menschen, wenn er keine Gefühle mehr hat.
So ist es auch nicht verwunderlich das Preston, als er fühlt, immer brutaler mit seinen Gegnern umgeht. Wirkt der Anfang noch sehr stylisch - im dunklen Raum nur das Mündungsfeuer seiner Waffe zeigt uns, wenn er gerade schießt und wohin. So wirkt im Showdown zwar die Schießerei noch gut choreographiert aber brutaler. Er ist stärker und überlegen und macht mit seinen Gegnern kurzen Prozess.

Doch der Film hat optisch viel zu bieten. Die Zukunft sieht einfach kalt aus - ein Ort ohne Seele und Wärme.
Eine Zukunft die es schon mal im Ansatz gab in der Geschichte der Welt. Vielleicht wird es sie wieder geben.
Ein harter und düsterer Action-Film.