Sonntag, 14. November 2010

House of the Dead

Eine Gruppe junger Menschen will auf eine Insel, auf welcher der Rave des Jahres stattfinden soll. Als sie einen alten Captain überreden können, sie dorthin zu bringen, bietet sich ihnen ein befremdliches Bild: Auf der Insel sind alle Menschen verschwunden, stattdessen werden sie von Zombies begrüßt. Jetzt beginnt der Kampf um's nackte Überleben.

"House of the Dead" ist Uwe Bolls erste Computerspiel-Verfilmung, von den meisten Menschen verhasst – wobei man sich natürlich die Frage stellen könnte, wer sich den Film wirklich zu Gemüte geführt hat. Sieht man den Film als makabre Spaßproduktion an, bleibt genug zum Weiterschauen übrig.
Gleich am Anfang gibt es eine fast nackte Erica Durance zu erleben, welche nur mit einem String-Tanga bekleidet ist. Im Abspann steht die Dame noch mit dem Namen Erica Parker, welche vielen aus "Smallville", als "Lois Lane", bekannt sein dürfte. Jürgen Prochnow als Captain und eine Anspielung auf "Das Boot" sind weitere kleine Highlights im Film. Die lange Zombies-abknall-Szene indessen, die stark an das Game erinnert, stellt den verdienten Höhepunkt im Film dar.
Das Ganze macht natürlich mit Bullet-Time-Szenen doppelt so viel Spaß, wurde aber in der deutschen Version stark geschnitten (siehe Schnittberichte).
Immer wieder werden kurze Szenen aus dem Original-Spiel eingeblendet, sodass die Rückkoppelung zum Computerspiel gegeben ist. Wie auch im Game selber sehen wir die Darsteller als Figuren im Kampf mit einer um sie kreisenden 360-Grad-Kamera, z.B. beim Waffeladen. Stirbt die Figur, gibt es wieder eine 360-Grad-Perspektive, sie verliert die Waffe, fällt um und wird von umringenden hungrigen Zombies gefressen, bis der Bildschirm blutrot anläuft.
Hier müssen wohl auch die Boll-Kritiker zugeben: Diese Szenen sind nahe an der Vorlage.

"House of the Dead" ist ein einziger Splatter-Party-Streifen, der gut unterhält. Anschauen lohnt sich.