Sonntag, 14. November 2010

Kill Bill Vol. 1

Die Braut wurde auf ihrer Hochzeit fast umgebracht. Nun will sie Rache für das, was ihr angetan wurde. Es waren Bill und seine Leute. Also macht sie sich auf den Weg jeden einzelnen dafür zu töten.

Tarantinos 4. Film ist im Grunde eine Hommage an die alten Eastern aus den 70igern, vorallem von den Film der Shaw Brothers. Doch auch andere Film werden kopiert wie zum Beispiel Lady Snowblood.
Er schickt seine Hauptdarstellerin auf einen gnadenlosen Rache Feldzug. So gibt es in Vol. 1 eine Menge Fights im Stil der alten Filme. Tarantino hat komplett auf Computertricks verzichtet. Alles wurde per Hand gemacht. Der Flughafen im Film ist vom Set von Godzilla 2000.
Die Kampfszenen sind sehr gut choreographiert und sehen einfach klasse aus, sie wirken wirklich als wäre der Film in den 60igern und 70igern entstanden. Hier wurde ja auch alles per Hand gemacht. Wireworks wurden auch in manchen Szenen verwendet.
In der internationalen Fassung ist der größte Teil des Kampfes gegen die Crazy 88 in Schwarz-Weiß, dieses geschah aus Zensurgründen und sollte in der ursprünglichen Fassung nicht so sein. Trotzdem wirkt es nun doch so, als ob so gewollt ist. Natürlich sind die meisten Kampfszenen sehr blutig, doch übertrieben blutig. Es wirkt teilweise sehr comichaft. Doch die Filme damals waren auch sehr übertrieben blutig.
Der Soundtrack des Films ist auch klasse. Ein Mix aus alten Liedern, ja selbst ein Discolied aus den 70igern ist dabei. Zu diesem Lied kämpfen dann Uma Thurman und Lucy Lui gegen einander. Einfach klasse. Dieser Fight erinnert stark an Lady Snowblood. Wenn dann kurz vor Ende des Kampfes auch noch das Titellied aus jenem Film gespielt wird, ist eigentlich klar, woher Tarantino die Idee für diese Szene hatte.
In Vol. 1 sieht man das Gesicht von Bill nicht einmal. Man hört nur seine Stimme. Auch erfahren wir nicht wie die Braut wirklich heißt oder viel über ihre Vergangenheit. Es gibt den ein oder anderen Gag. Zum Beispiel als die Braut im Krankenhaus aufwacht und sie mal wieder benutzt werden soll für nen Typen, der sie ficken darf. Doch das geschieht nicht. da sie vorher schon erwacht war. So klaut sie den Pfleger, der Buck hieß, die Autoschlüßel. Im Pussy-Wagon übt sie wieder ihre Beine zu bewegen.
Fast schon Tarantino typisch hat der Film keinen linearen Ablauf. Die Geschichte ist in Kapitel unterteil und jedes Kapitel erzählt einen anderen Abschnitt und bringt uns den Figuren näher.

Tarantinos Hommage an alte Eastern ist wirklich gelungen. Für manche Tarantino Fans fehlen sicherlich die Dialoge, doch die gibt es dann in Vol. 2.