Sonntag, 14. November 2010

Kill Zone S.P.L

Detective Chan führt seit Jahren einen unerbittlichen Kampf gegen den Triaden-Boss Wong Po.
Inspector Kwan kommt neu zu dessen Einheit und soll sie leiten, doch schon vor seinem ersten richtigen Arbeitstag spitzen sich die Ereignisse zu.

SPL ist die Rückkehr zum Hong Kong-Action-Kino der alten Zeiten. Hier geht es mal wieder richtig hart zur Sache wie schon lange nicht mehr, bestanden schliesslich die meisten Actionfilme aus HK in den letzten Jahre eher aus Comedy und übertriebenem Wireworks-Einsatz oder gar den Versuchen, ästhetische Filme wie "Hero" oder "Tiger & Dragon" zu kopieren.
SPL geht wieder einen Schritt zurück: Hier wird Wireworks selten eingesetzt, nämlich nur dann, wenn es von Nöten ist.
Die Fights sind spärlich gesät, denn hier gibt es eine sehr spannende und dichte Handlung.
So geht es erst in den letzten 20 Minuten richtig zur Sache. Dort allerdings zeigt Donnie Yen was er drauf hat.
Es endet sogar im Doppel-Showdown: Er muss sich gleich gegen zwei harte Brocken zur Wehr setzen, erst Jing Wu (gespielt von Jacky Wu, welcher in "Fatal Contact" zeigen darf, was er so kann - ist bei uns noch nicht erschienen, aber günstig als RC-free DVD mit englischen UTs bei www.cd-wow.net erhältlich) und dann gegen Sammo Hung, der anscheinend etwas zugelegt hat, aber immer noch sein Handwerk beherrscht und vielleicht auch der Sympathischste von allen ist.
Vielleicht liegt dies nur an meiner Jugend, aber ich mochte ihn immer, sogar hier, obwohl er der Böse ist.
Der Film ist nicht gerade harmlos in Sachen Gewalt, deshalb ist die KJ-Freigabe bei uns begründet und die Cat3-Freigabe in HK auch.
Zum Glück gibt es bei diesem Film keine internationale Version, weswegen wir hier in Deutschenland auch die ursprüngliche Uncut-Fassung sehen.
Nur der deutsche Titel ist mal wieder komplett fehl am Platz. "Kill Zone"? Wer sich dies auch immer ausgedacht hat, soll mir mal bitte erklären, was "Kill Zone" mit dem Film zu tun hat.

"Kill Zone S.P.L." ist ein brillianter HK Action-Thriller. Der Weg zurück zu den alten Tagen erschliesst einen Blick in die Zukunft auf das, was uns noch so erwartet.