Sonntag, 14. November 2010

Miami Vice

Sonny Crockett und Ricardo Tubbs sind zwei Undercover Polizisten. Dieses mal stehen sie vor einem großen Fall. Sie müssen sich in ein Drogenkartell einschleusen. Dort trifft Crockett Isabella, die Frau des Drogen-Bosses, und beginnt mit ihr eine heiße Affäre. Doch dann beginnt, einiges schief zu laufen.

Michael Mann, der uns schon Heat und Collateral beschert hat, bringt uns dieses mal eine der wohl coolsten Serien, die die 80er hervorgebracht haben: Miami Vice. Diese Serie ist kein unbeschriebenes Blatt für ihn. Für eine Folge hat Mann an einem Drehbuch mit geschrieben und war auch ausführender Produzent der Serie.
Da Serien als Kinofilme immer beliebter wurden, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch Miami Vice ins Kino gebracht werden würde.
Doch Miami Vice unterscheidet sich von den meisten anderen Serien Adaptionen. Anstatt auf Hollywood Actionhit ohne Sinn und Verstand zu setzten, gibt es eine düstere Handlung, die Wert auf Realismus legt. So ist das Weglassen des Vorspanns ein guter Schachzug. Man wird ins Geschehen geworfen, lernt die Charakter erst nach und nach kennen. Doch es gibt noch etwas anders. Der Film ist auf DV gedreht worden, was dem Film einen ganz besonderen Look gibt. Die Gestaltung der Actionszenen wird dagegen jeden Actionfan enttäuschen. Es gibt kaum welche. Doch dies ist auch nicht Sinn des Films. Es geht viel mehr um die Arbeit der beiden Cops sowie ihr vorgehen und dies ist wirklich gut in Szene gesetzt worden. Wenn es im Finale zum großen Shootout kommt, ist dies wirklich sehr realistisch inszeniert.
Schon bei Heat war die Straßenschießerei das Actionhighlight schlecht hin. Doch hier setzt Mann noch eins drauf. Diese Szene ist extrem spannend und nichts für Leute mit schwachen Nerven. Auch sollte man sich auf ein große Portion Gewalt vorbereiten, die es im Verlauf des Films gibt.
Colin Farrell und Jamie Foxx machen ihre Sache als Crockett und Tubbs sehr gut. Bloß sieht Colin Farrell mit Schnauzbart etwas merkwürdig aus. Aber es passt zur Rolle und zu dem was die beiden im Film machen müssen.

Michael Mann hat hier wieder einen sehr guten Film abgeliefert. Wirklich cool, hart und düster in Szene gesetzt. So hat man selten Miami gesehen.