Sonntag, 14. November 2010

State of Violence

1988 - die Olympischen Spiele finden in Seoul statt. Dafür will die Regierung die Stadt säubern und lässt die Armensiedlungen mit aller Gewalt räumen. Ji Kang-heon verliert während dieser Aktion seinen Bruder, weil der Polizist Kim An-Seok ihn eiskalt erschießt. Infolge dessen landet Ji im Gefänigs, in dem Kim später Gefänigsleiter wird. Dieser lässt keine Gelegenheit aus, um Ji zu foltern, der daraufhin beschließt, mit einer kleinen Gruppe Verbrecher zu fliehen. Ein folgenschwerer Fehler.

Es gibt Filme aus Korea, die uns zwar etwas vermitteln wollen, dabei aber immer wieder ins Belanglose abdriften. So ist das auch in diesem Fall: Uns soll gezeigt werden, wie schlimm es damals war, aber bereits nach 20 Minuten versagt das Konzept und das Werk verwandelt sich in den üblichen Knastfilm.
Dann passiert die Flucht, wobei einige sterben. Schonungslos offen wird die gesamte Zeit über Blut und Gewalt eingesetzt, was schockiert, aber auch das einzige ist, was den Film vor der totalen Langeweile rettet.
Eigentlich sollen uns ja die Missstände von damals vor Augen geführt werden, was zum grösseren Teil deutlich daneben geht. Mit Sicherheit gibt es bessere Filme zu ähnlichen Themen, und auch die Lage in Gefängnissen wurde schon besser dargestellt.

"State of Violence" ist nur für wirkliche Fans von Asiagedöns zu empfehlen.