Sonntag, 14. November 2010

Taal

Manav, der in Groß Britannien lebt, ist zum ersten Mal in Indien. Sein Vater will geschäftliche Angelegenheiten in einem kleinen Dorf klären. Dort lernt er die Tochter des armen Musikers Tara Babu, Mansi, kennen. Beide verlieben sich in einander. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern. Manav kämpft bis zuletzt um die Liebe. Mansi fängt voller Trauer eine Karriere als Tänzer- und Sängerin an. Da verliebt sich Vikrant Kapoor in sie. Doch wen liebt sie wirklich?

Taal erzählt eine Liebesgeschichte in ruhigen Bildern. So nimmt sich der Film viel Zeit für den Aufbau der Geschichte. Erst nach 90 Minuten ist die gesamte Handlung aufgebaut. Danach kommen immer wieder neue Wendungen hinzu.
Man fiebert mit Manav mit, ob er seine Geliebte bekommt oder am Ende scheitern wird.
Der Film ist ohne viel Schmalz aufgebaut. So ist es verwunderlich, dass die DVD nur in Hindi Ton ausgestattet und mit deutschen Untertiteln unterlegt ist. Fragt man sich doch, warum bei so einem Film keine Synchronisation existiert.
Klassisch sind die Songs, farbenprächtig der Film. Doch „Taal“ ist auch etwas Bollywood untypisch. Er zeigt, wie es hinter den Kulissen der Musikwelt zu geht. Auch meint Manav in einer Szene zu Mansi: „Das ist kein Hindi Film. Das ist das wahre Leben.“ So scheint es, das die Geschichte einfach aus dem Leben gegriffen ist und nur etwas Musik dazu gefügt wurde.
Die DVD von REM ist gut. Das Bild hat einige Schwächen, aber dabei muss beachtet werden, dass der Film schon 7 Jahre alt ist.
Der Ton ist gut abgemischt, könnte aber bei den Songs kraftvoller sein. Als Extras gibt es nur einen Trailer zu Taal.

Der Film wird wohl durch die fehlende Synchronisation nur ein Nischen-Film bleiben. Dies ist sehr schade, denn der Film hat es verdient, angeschaut zu werden. Er zeigt das, was Hollywood verloren hat: eine traumhafte Welt, wo man sich am Ende gut fühlt.