Sonntag, 14. November 2010

The Devil's Chair

Nick West und seine Sammy, vollgepumpt mit LSD, brechen in ein verlassenes Irrenhaus ein, um dort ein bisschen Spaß zu haben. Als Unterlage soll ein seltsam aussehender Stuhl dienen. Als sich Sammy jedoch hinsetzen will, wird sie von einem schwarzen Loch verschlungen. Nick, der das mit ansieht, wird für verrückt erklärt. Vier Jahre nach dem Erlebnis versucht er, mit Hilfe seines Psychotherapeuten, herauszufinden, was damals geschah.

"Look at this poorly written, badly acted bullshit"
Diese Worte stammen von niemand Geringerem als dem Hauptdarsteller selber, die er mitten im Film dem Zuschauer entgegenknallt.
Was macht "The Devil's Chair" so einzigartig, so großartig, so anders? Der Film bricht die Regeln des Films: Der Hauptdarsteller spricht mit uns, redet über die Figuren, die wir sehen. Zum Beleidigen der Zuschauer wird der Film 'angehalten', und das Gesehene wird in Frage gestellt:

"Is there any truth in these B-movie banality?"

Es ist wie ein Faustschlag in das Gesicht des Zuschauers. Passiert das gerade wirklich, oder ist es nur eine Lüge, die uns der Film auftischt. Ist es das, was wir sehen wollen?
„You deadbeat, midnight freak, geek-witted torture-porn-gore-whores.“
Der Film ist nicht das, was er sein soll. Nein, er bricht aus, verändert sich, und wir fallen darauf herein. Er ist ein böser Rachefeldzug gegen die "Torture-Porn-Gore-Whores", die darauf warten, dass es blutig und brutal wird. Die Gedärme sollen spritzen, Blut in Massen fließen, die Gebeine sollen brechen.
Doch wird es wirklich passieren? Blut und Gewalt sind im Film vorhanden, doch sind diese wirklich so, wie man sie erwartet?

"I tell you what, party People … you geeks and freaks, you bloodthirsty morons, fuck you."

"The Devil's Chair" ist einer dieser Streifen, die man nicht so schnell vergessen wird. Er bricht die Regeln des Films, stellt sich gegen die Fans der Horrorfilme und beleidigt sie. Viele werden daher den Film nicht mögen, denn er ist nicht das, was sie erwarten. Nein, er ist anders, erfrischend und neu.