Sonntag, 14. November 2010

Turistas

Sechs junge Rucksacktouristen landen nach einem Busunglück in einem abgelegenen brasilianschen Dorf. Dort finden sie einen Traumstrand und beschließen, vorerst da zu bleiben. Schon am nächsten Morgen ist der Traum jedoch vorbei: Ihr Gepäck samt Ausweispapieren wurde gestohlen. Kurze Zeit später merken sie, das etwas nicht stimmt. Sie landen in einem einsamen Haus, wo der Alptraum nun erst richtig beginnt.

Die Handlung des Films ist sehr dünn, und auch ansonsten bietet der Film nichts Neues, weder einen Schatz noch die liebreizende Jessica Alba im Bikini, sondern unbekannte Schauspieler im Dschungel von Brasilien. John Stockwell kopiert sich wieder selbst, denn im Grunde ist "Turistas" nichts anderes als "Into the Blue" in anderer Umgebung mit etwas Terrorfilm als Zugabe.
So hat man prinzipiell wieder einen vor sich hin plätschernden Streifen, wäre da nicht die obligatorische Hardcore-Horrorszene, die wohl den Dreh- und Angelpunkt des Werkes bildet. Diese Szene überzeugt und schockiert, und auch etwas Sozialkritik wird eingestreut, denn was der Böse da so von sich gibt, ist nicht ohne. All das nützt dennoch nicht viel, denn wer sich ein 'Hostel' im Dschungel zu sehen erhofft, wird enttäuscht. Vielmehr ist es ein Abenteuerfilm mit etwas Terror, gedreht im Zuge der modernen Horror- und Folterfilmwelle. Zwar versucht "Turistas" anders zu sein, doch scheinbar wurde nur das gemacht, was der Regisseur am besten kann, nämlich halbnackte Frauen im und am Wasser zu zeigen.

"Turistas" ist ein kleiner und unbedeutender Horrorfilm mit schönen Bildern vom Dschungel und Strand und etwas Terror dazu. Dazu ein paar hübsche Mädels im Bikini, fertig ist der Exploitation-Hit. Leider zündet der Film nicht so, eignet sich aber gut zum Anschauen mit der Freundin. Wirklich hart oder schlimm ist er nicht, eigentlich könnte man ihn schon fast harmlos nennen.