Sonntag, 14. November 2010

Bloodrayne

Rayne ist ein Dhampir – halb Mensch, halb Vampir. Als ihr Vampirvater Kagan ihre menschliche Mutter vor ihren Augen vergewaltigt und tötet, sinnt sie nach Rache. Unterstützung für ihre Pläne findet sie bei einem Vampirorden.

Uwe Boll ist dafür bekannt, aus Computerspielen Filme zu erzeugen. Oft haben diese dann jedoch nichts mehr mit der Originalvorlage zu tun. So ist es auch bei "Bloodrayne". Die Handlung spielt, statt wie im Game in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, nun im Mittelalter. Jedoch hat sich der Regisseur, etwas dabei gedacht, denn er hat "Bloodrayne" als Trilogie angelegt. Im ersten Teil wird Raynes Vorgeschichte abgehandelt, im zweiten dient der Wilde Westen als Kulisse und erst der dritte Teil spielt in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Bis zu diesem Showdown müssen sich die "Bloodrayne"-Fans jedoch noch bis 2009 gedulden.
Bei "Bloodrayne" ist es bei fast jeder Szene spürbar, dass die Schauspieler nur für Geld mitwirken. Im Großen und Ganzen können sie in ihren Rollen nicht überzeugen, es gibt also keine oscarreifen Schauspielleistungen. Da "Bloodrayne" spieltechnisch nie mit viel Blut und Gewalt geizte, gibt es im Film auch immer wieder blutige Kämpfe und Morde zu sehen, welche in der Unrated-Version etwas länger ausfallen. Die deutsche Kauf-DVD enthält nur die R-Rated-Kinofassung
Pluspunkte sammelt der Film, neben einer kurzen Oben-ohne-Szene mit Kristanna Loken, vor allem durch die Effekte von Olaf Ittenbach.

"Bloodrayne" ist nicht der beste Film von Uwe Boll und bietet auch sonst bezüglich des Drehbuchs nichts Außergewöhnliches, doch wer Olaf Ittenbach und dessen Effekte mag oder schon immer wissen wollte, wie Kristanna Loken "oben ohne" aussieht, kann sich den Film zu Gemüte ziehen.